Pöltls Kühlschrank

Digitaler Familienhaushalt

Schlagwort: Bokashi

Bokashi-Beet … oder: Friedhof der Milchsäurebakterien

Die offene Frage im Bokashi-Kreislauf war bisher: Wohin mit dem Fermentat nach zwei Monaten? Weiterlesen

Bokashi Lektion 5: Nachts, mit Stirnlampe und Klappspaten im Hinterhof

Ursprünglich war die Idee ein Kreislauf mithilfe einer Wurmkiste.
In unserer Küche. Im n-ten Stock ohne Gartenzugang.
Niels hatte dazu das Buch „Kompost aus der Kiste. Wurmkisten für den Hausgebrauch selbst bauen.“ von Brucksch und Rimpau empfohlen. Ich habe es gelesen und empfehle es allein wegen der lustigen Karrikaturen weiter! Allerdings ist der Betrieb einer Wurmkiste ohne ebenerdigen Zugang zu Wintergarten, Carport oder Gartenlaube aus meiner Sicht nicht möglich.
Auf unserem Flachdach in der prallen Sonne ungeschützt vor der Witterung will ich keine Wurmkiste betreiben.

Zwei Monate hatte ich für diese Gedanken Zeit. In der Zeit reifte bo-β-kashi durch.
Faul wie ich bin war nach zwei Monaten keine Lösung gefunden. Weiterlesen

Bokashi Lektion 4: Wohlig-warme Heizungsrohre

Bokashis im Putzschrank, CC-BY-SA 3.0 - eigenes Werk

Bokashis im Putzschrank, CC-BY-SA 3.0 – eigenes Werk

Kurz und knapp: Volle Eimer, die zwei Monate „durchfermentieren“ und ruhen sollen, mögen Wärme.
In unserer WG hat sich der Putzschrank, durch den die Heizungsrohre laufen, als sehr günstig dafür erwiesen.

Dieser liegt direkt im Flur. Hätten die „gehenden“ Bokashis jemals aerob gegoren hätten wir das sehr, sehr schnell gemerkt.
Die gute Nachricht: In den 8 Monaten, die wir nun ein Bokashi-System benutzen, kam das nicht ein Mal vor. Yeah, #stolz 🙂

Also Lektion 4: Lagert die befüllten Eimer während ihrer Ruhezeit an einem warmen Ort.

Bokashi Lektion 3: Sauerkraut!

Dictator charlie3

„Sauerkraut!“ The Great Dictator trailer,Public domain, via Wikimedia Commons


Auf Dauer musste eine andere Quelle für die Bakterienkulturen, die die Fermentation betreiben, gefunden werden.

Zum Glück gibt es mit Prof. Ralf Otterpohl an meiner Alma mater, der Technischen Universität Hamburg-Harburg, einen Professor, der sich wissenschaftlich mit der Mikrofermentation außeinandergesetzt hat. Weiterlesen

Bokashi Lektion 2: R.I.P. bo-γ-kashi

"Bo-γ-kashi", CC-BY-SA 3.0 - eigenes Werk

„Bo-γ-kashi“, CC-BY-SA 3.0 – eigenes Werk

Gemäß der Bauanleitung aus dem ersten Artikel habe ich auch Betas Bruder, bo-γ-kashi, aus zwei alten Mayonnaise-Eimern gebaut.
Da die Eimer nicht passgenau waren, musste der Spalt zwischen beiden mit Panzertape abgeklebt werden.
Gestank? Keiner, es hielt also dicht.
Dennoch haben wir die Eimer von Gamma nach erster Benutzung weggeworfen. Der Deckel „lebt“ weiter ^^

Lektion 2: Passgenaue Eimer nehmen!

Bokashi Lektion 1: 1 Eimer ≈ 1 Monat

Wie im ersten Artikel beschrieben wurde bo-β-kashi kontinuierlich befüllt.
Die Fermentation im „großen“ Eimer soll unter Sauerstoffabschluss (anaerob) erfolgen. Damit der täglich anfallende Biomüll nicht auch täglich Sauerstoff in das System einträgt hat sich Folgendes als gut und besonders praktikabel erwiesen: In 3 alten 1-l-Joghurtbechern (so wie der „Totenkopf“-Becher“) werden organische Abfälle gesammelt. Sind alle 3 „kleinen“ Eimer voll, wird der „große“ Eimer geöffnet und befüllt.

Lektion 1: Verringerter Sauerstoffeintrag durch Sammeln des anfallenden Mülls in kleinen, Eimern.

Nach genau 4 Wochen war bo-β-kashi voll – und bereit für seinen ersten, 2 Monate dauernden Winterschlaf aka Durchfermentierphase.

Wie viel Müll fällt in meinem Haushalt an?
Bei 2 Personen im Haushalt fällt täglich durchschnittlich an: gebrauchte, volle Kaffeefilter, Eierschalen, Apfelbutzen (norddeutsch: Griebsch), ca. 200g Obst- und Gemüsereste.