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Digitaler Familienhaushalt

Kategorie: Hamburg

uMap

Eine leicht zu bedienende Alternative zu Google Mapsmap
Sicherlich kennt ihr das: Man will Freunden und Bekannten einen Treffpunkt mitteilen, will ihnen den besten Weg von der S-Bahn-Station zur nächsten Party zeigen – und das alles ohne ein Google-Konto.

Wiedermal beweist die OpenSource-Community, dass sie Alternativen liefert: uMap.
Entstanden als Projekt der französischen openstreetmap-Community bietet uMap zahlreiche Möglichkeiten:

  • Unbegrenzte Anzahl an eigenen Ebenen
  • freie Wahl der zugrunde liegenden Karte (Landschaftskarte, Straßenkarte, …)
  • benutzerfreundliches Setzen von points of interest (POI), Linien und Flächen
  • leichte Möglichkeiten zum Teilen der erstellten Karten mit anderen.

…und alles was ihr dazu braucht ist ein Account bei GitHub, twitter oder openstreetmap.

Hier eine Demo-Karte mit meinen POIs

Gemeinsam an Velorouten arbeiten

Auf das Tool wurde ich dank einem Kollaborationsprojekt im ADFC aufmerksam: Die Verkehrsbehörde packt das Projekt Velorouten an und will in einem Beteiligungsverfahren Stellungnahmen von verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteuren und Akteurinnen im Bereich Verkehrspolitik haben. Um sich also die vorgeschlagene Routenführung anzuschauen ist ein solchen Tool unabhängig von Google Gold wert.

Sven Anders, selber lange in der openstreetmap-Community aktiv, hat die von der Behörde gelieferten Daten aus Google Maps in .geojson-Formaten exportiert und in uMap importiert. Nun kann darin jede Bezirksgruppe rummalen wie sie wollen, alternative Routen vorschlagen, Kommentare abgeben und gemeinsam arbeiten.
Dank an Sven und ein Lob auf open source.

„Refugees Emancipation“

Alles beginnt mit netzpolitik.org

Genau. Die mit dem Landesverrat. Und leider wird diese Assoziation der hervorragenden Arbeit des Teams neben Markus und André nicht gerecht. Denn sie machen so,so,so viel mehr. Der Spiegel ist auch mehr als die mit dem Landesverrat.

Eigentlich geht es um die Flüchtlingssituation. Genau. Die mit den vielen Menschen, 36% Syrer, 21,2% Afghanen und 7,6% Iraker.[1]
Wie so viele in meinem Freundeskreis heiße ich diese Menschen willkommen und zerbreche mir den Kopf, wie ich – mit meinen Ressourcen, meinem Können – diesen Menschen Unterstützung leisten kann.

Refugees Emancipation

Am 1. Oktober erschied dieser Artikel „Spendenkampagne für Refugees Emancipation: Internetcafés und Computerkurse für Flüchtlinge auf netzpolitik.org

Nach der Lektüre und vor allem nach deren 1:50 Video (siehe unten) war ich gerührt und tief überzeugt davon.

Ich finde deren Initiative richtig und wichtig, weil es „moderne Technoligien“ aka Internet mit fast schon Kant’schen Idealen von Aufklärung, Souveränität und Freiheit von Information verbindet.
Also – bäm! – hab ich das gespendet, was ich für richtig hielt.

Nachspiel: freifunk auf dem Schwarzenberg

Aber das war nicht genug. Eine naheliegende Frage tat sich auf: Haben die 649 [1] Geflüchteten auf dem Harburger Schwarzenberg, vor den Toren des Hauptgebäudes der TU, freies W-LAN?
Ja. Haben sie. Und das zu wissen tut sehr gut.

Die Freifunker Hamburg haben eine Richtstrecke auf den Schwarzenberg eingerichtet und versorgen somit alle Geflüchteten (plus Wachpersonal) mit freiem Internetzugang.
Auch das verdient ein Dankeschön.

[1: Zahlen für (ausschließlich) August 2015, Quelle: Schriftliche kleine Anfrage der CDU, Drucksache 21/1568, abgerufen am 5. Oktober 15]